Vom Traubenproduzenten zur Bodega - Ramanya

  • 19 October 2013
  • Redakteur
Ramanya

Wer auf dem Hof von Antonio Ramis aus dem Auto steigt, wird zunächst einmal von einer betagten Hundedame lautstark begrüßt. Sie ist auf ein paar Streicheleinheiten aus, die ich ihr als gewogene Tierliebhaberin gerne zugestehe, bis sie schließlich vom eigentlichen Chef des Hauses in ihre Schranken verwiesen wird und sich beleidigt davontrollt. An fremden Besuch in ihrem Reich hat sich die labrador­äh­nliche, aber „autochthone“ Hundedame recht schnell gewöhnt, als das Weingut vor fünf Jahren beschlossen hat, nicht nur Trauben, sondern auch eigene Weine zu produzieren.

In einer kleinen Siedlung bei Santa María schmiegt sich die Finca der Familie Ramis sanft an einen Hügel. Als wir die riesige Terrasse des Wohnhauses betreten, staunen wir nicht schlecht. Die exponierte Lage gibt einen der schönsten Ausblicke über die große Senke von Mallorcas Landesinnerem frei. Dort hinten muss das Meer sein! Man hat das Gefühl, von der kleinen Anhöhe aus die ganze Insel überblicken zu können. Auf die Frage hin, ob man diesen Ausblick auch für Feiern mieten kann, windet sich Antonio. „Wissen Sie – für öffentliche Veranstaltungen und größere Feiern sind wir eigentlich nicht eingerichtet.“ Wer weiß, mit etwas Überredungskunst wird sich das in Zukunft vielleicht ändern.